MEET THE ART & THE ARTIST
Warum betrachten wir den weiblichen Körper so, wie wir ihn betrachten? Und was passiert, wenn wir lernen, ihn aus einer anderen Perspektive zu sehen?
Hier erfährst du mehr über meine Arbeit, meine Inspiration und die Geschichte hinter meiner Kunst.
"Ich MALE mir die WELT, wie sie MIR gefällt!"
Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf
FEMINISTISCHE KUNST
ARTIST STATEMENT
Alles eine Frage der Perspektive
Ich glaube, dass Kunst unseren Blick verändern kann.
Nicht den Blick auf die Kunst selbst, sondern den Blick auf uns, auf unseren Körper und auf die Geschichten, die wir über ihn erzählen.
Meine Arbeiten beschäftigen sich mit Organen und Körpern, die über Jahrhunderte betrachtet, beschrieben und bewertet wurden – meist aus einer männlichen, patriarchal geprägten Perspektive.. Vieles von dem, was wir über Weiblichkeit, den Uterus oder die Vulva zu wissen glauben, entstand in einer Zeit, in der fast ausschließlich Männer Medizin, Wissenschaft, Philosophie und Kunst prägten. Aus Beobachtungen wurden Wahrheiten. Aus Mythen wurden gesellschaftliche Normen.
Mit meiner Kunst möchte ich diesen Blick hinterfragen. Nicht, um neue Wahrheiten zu schaffen. Sondern um Raum für neue Perspektiven zu öffnen.
Dabei geht es mir nicht nur um den weiblichen Körper. Es geht um die Frage, wer Bedeutung schafft. Wer entscheidet, wie ein Körper auszusehen hat. Welche Bedeutung einem Organ zu kommt oder was Weiblichkeit bedeutet. Wann ein Mensch „normal“ ist. Und wie sehr unser Blick auf uns selbst von den Blicken anderer geprägt wird.
Diese Fragen begleiten mich nicht nur als Künstlerin, sondern auch als Mensch. Und dabei spielen nicht nur meine Erfahrungen als Frau, aufgewachsen in einem noch immer vom Patriarchat geprägten System eine Rolle. Sondern auch meine späte ADHS-Diagnose.
Sie hat mir gezeigt, wie lange ich versucht habe, mich an eine Welt anzupassen, deren Maßstäbe ich nie infrage gestellt hatte. Erst dadurch wurde mir bewusst, dass auch mein Blick auf die Welt Bedeutung hat. Dass ich sie als Frau und als Mensch mit ADHS anders wahrnehme und dass genau diese Perspektive sichtbar sein darf.
Meine Kunst erhebt keinen Anspruch auf die Wahrheit. Sie zeigt meine Perspektive. Meinen Blick auf die Welt und auf das, was Weiblichkeit für mich bedeutet. Ich möchte sichtbar machen, wie patriarchale Strukturen über Jahrhunderte bestimmt haben, welche Bedeutung weiblichen Körpern zugeschrieben wurden und warum so vieles davon bis heute mit Scham verbunden ist.
Ich möchte den Betrachter dazu einladen hinzusehen. Aber anders. Nicht durch die Brille der Scham sondern der Akzeptanz. Was passiert, wenn wir den Blick, die Perspektive verändern? Und wenn wir die Deutungshoheit über unsere Körper wieder dort lassen, wo sie hingehört: Bei den Menschen, denen sie gehören.
WIE ALLES BEGANN
Alles begann mit einer Frage: Warum fiel es mir so schwer, eine Vulva schön zu finden?
Als ich in einem kleinen Laden in Berlin zum ersten Mal Vulva-Illustrationen sah, fand ich die Idee großartig. Gleichzeitig merkte ich, dass ich sie mir selbst nie an die Wand hängen würde. Sie waren mir zu detailliert, zu direkt. Und obwohl ich das damals kaum in Worte fassen konnte, schämte ich mich ein bisschen für diesen Gedanken.
Warum eigentlich? War das wirklich mein Blick auf den weiblichen Körper – oder der Blick, den ich über Jahre gelernt hatte?
Diese Frage ließ mich nicht mehr los. Also setzte ich mich zu Hause mit meinen Aquarellfarben an den Schreibtisch und begann zu malen. Ohne Plan. Ohne den Gedanken, daraus einmal ein Business zu machen. Ich wollte einfach herausfinden, ob ich Vulven auf eine Weise darstellen kann, die sich für mich richtig anfühlt. Nicht anatomisch perfekt. Nicht provokant. Sondern so, dass ich sie selbst mit Freude an meine Wand hängen würde.
Als eine befreundete Illustratorin meine ersten Aquarelle sah, war sie sofort begeistert. Sie schlug vor, sie zu digitalisieren und als Prints zu verkaufen. Sie war überzeugt, dass es viele Frauen geben müsse, denen es ähnlich geht wie mir.
Sie hatte recht. Innerhalb weniger Wochen gingen meine ersten beiden Vulva-Prints nach Schweden, Australien, in die USA und natürlich auch nach Deutschland. Also machte ich weiter. Ich brachte mir alle technischen Fähigkeiten selbst bei, experimentierte mit Farben, Papier, Formen und Materialien und entwickelte nach und nach meinen eigenen Stil.
Und auch wenn sich meine Kunst ständig weiterentwickelt, ist die Frage, mit der alles begann, bis heute dieselbe geblieben:
Was passiert, wenn wir lernen, den weiblichen Körper aus einer anderen Perspektive zu betrachten?
Und dieser Frage gehe ich mit unterschiedlichen Materialien auf die Spur. Aquarell, Papier, Stoff, Punch Needle – jedes neue Medium eröffnet mir neue Möglichkeiten die Perspektive, den Blick auf den weiblichen Körper zu verändern.
AUSBILDUNG & HINTERGRUND
2003-2011
Studium
Ich hab in Mainz Rechtswissenschaften studiert und dann in Jena Kunstgeschichte und Öffentliches Recht. Das Jurastudium lag mir so gar nicht und erst bei der Kunstgeschichte hatte ich endlich das Gefühl, angekommen zu sein und von Menschen umgeben zu sein, die ähnlich ticken wie ich.
2011-2017
Galerieassistentin und -Managerin
Nach dem Studium bin ich nach Berlin gegangen und habe dort in mehreren Galerien und für den Landesverband der Berliner Galerien e.V. gearbeitet.
2017-202o
Projektmanagerin und Einzelbetreuerin für Kinder mit Behinderung / Ausbildung zur Pilatestrainerin
Irgendwann hatte ich die Nase voll vom Kunstbetrieb und bin durch Zufall an einer Organisation geraten, die Menschen gesucht haben, die Lust hatten, Kinder mit Behinderung zu betreuen. Parallel hat sich dann noch ein Job als Projektmanagerin bei einem Verein (Auio tv) ergeben, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, über Neurodiversität (Autismus, ADHS und Hochsensibilität) aufzuklären.
Nebenbei hab ich die Ausbildung zur Pilatestrainerin gemacht.
202o - heute
Gründung Pink Onda
Im Oktober 2020 hab ich dann Pink Onda gegründet (damals noch als make&believe) und meinen Etsy Shop eröffnet.
Nebenbei habe ich in verschiedenen Pilatesstudios gearbeitet und angefangen, an der VHS Lichtenberg zu unterrichten.
Highlights & Kooperationen
2025
Veröffentlichung
Featured Artist im Magazin „sichtbar.feministisch“ (Crossmediale Kampagne im Rahmen des Mediendesign-Studiums an der IU). Ein Projekt für intersektionale Perspektiven und feministische Kraft in der Kunstwelt. In meinem Portfolio kannst du Dir das Magazin ansehen.
2026
Art Performance
Künstlerische Begleitung des Produkt-Launchs von Weleda x Dr. Sheila de Liz. Live-Ausstellung von Vulva-Aquarellen und Plüsch-Boobies zur Förderung der Enttabuisierung von Frauengesundheit. Wenn du mehr über das Event wissen möchtest, klick hier.













